Wirtschaft

Veranstaltung

Benchmark der Start-up-Community

Bild: Richard Tanzer
Birgit Hofreiter: „Vor drei Jahren bei der Pilotveranstaltung hatten wir 70 TeilnehmerInnen. Heuer waren es mehr als 350.”
Bild: Richard Tanzer

Der I²c Networking Friday ist mehr als ein Networking Event. Die BesucherInnen waren von Podiumsdiskussion, Vorträgen und der Möglichkeit zum Networking. Initiatorin Dr. Birgit Hofreiter zieht Bilanz.

von: Harald Hornacek

Sie haben mit dem Networking Friday eine wichtige Initiative für die GründerInnen-Szene geschaffen. Wie sieht ihr persönliches Resumee der heurigen Veranstaltung aus? 

Birgit Hofreiter: Vor drei Jahren, bei der Pilotveranstaltung im Anschluss an eine dreitägige StartAcademy (Verwertungsprogramm für Forschungsergebnisse), hatten wir 70 Teilnehmer. Heuer war der Kuppelsaal der TU Wien durchgehend gefüllt. Das war damit von allen Networking Friday Veranstaltungen bisher die größte! Wichtig war mir, Forschungsergebnisse sichtbar zu machen und Optionen zur Verwertung zu ermöglichen. Mehr als 350 Teilnehmer – davon ca. 100 Investoren – kamen, es gab tollen Response aus der ganzen österreichischen Start-up Community. Die Keynote hat die Bedeutung für Universität untermauert, das Panel am Vormittag hat die besondere Bedeutung von Informatik adressiert. Und die Pitch-Challenge zeigte das Potenzial von wissenschaftlicher Verwertung und die Zukunftsthemen, an denen unsere PhDs/Wissenschaftler arbeiten. Für AusstellerInnen und TeilnehmerInnen der Pitch-Challenge ergaben sich viele Kontakte und Follow up-Gespräche. Ich habe von diversen AusstellerInnen gehört, dass sie Kooperationen und Finanzierungen anbahnen konnten.

Welches Projekt hat Sie besonders begeistert?

BH: Ich möchte zwei nennen, die interessante Verwertungsmöglichkeiten und das Potenzial von Informatik aufzeigen: Von den Ausstellern “Immo Insight” – das liefert eine automatisierte Bewertung von Immobilien als Basis für Informationsentscheidungen – und von den StartAcademy-Projekten aus der Pitch Challenge DataBot. Hier geht es darum, dass ExpertInnenwissen automatisiert und selbstlernend für Rechtsthemen angewandt wird. Ein erster konkreter Anwendungsfall soll die Umsetzung der EU Datenschutzgrundverordnung in Unternehmen sein, die bis Frühjahr 2018 verpflichtend ist.

Welche Botschaften nehmen Sie von diesem Tag mit?

BH: Für mich gab es zwei Highlights: Die persönliche Begeisterung von Tim Hart von Oxford Innovation, die er bei seiner Key Note rübergebracht hat. Die Energie nehme ich für die Arbeit an der TU Wien mit. Und zweitens, dass Business Angel und Impact Investor Michael Altrichter erklärt hat, dass er eigentlich nicht von einem Pitch-Event zum nächsten tingeln müsste – sondern stattdessen nur einmal im Jahr zu unserem Event kommen müsste, da nach einer kurzen Betreuungsphase hier einige investierbare Projekte dabei sind!

Mehr zu den vielfältigen Aktivitäten und Angeboten des Innovation Incubation Center (i²c) der TU Wien erfahren Sie hier:

http://i2c.ec.tuwien.ac.at


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