Wirtschaft Forschung
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Studienautor Martin Falk mit FFG-Geschäftsführern Henrietta Egerth und Klaus Pseiner beweisen, dass die FFG-Investitionen nachhaltig wirken.
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Förderungen

Wachstum durch Forschungsinvestitionen

Eine neue WIFO-Studie zeigt: Mehr Forschung bedeutet mehr Wachstum und auch mehr Arbeitsplätze. Die FFG sieht sich daher auf dem richtigen Weg – und kann das eindrücklich belegen.

Eine neue Studie des WIFO im Auftrag der FFG beweist die große Bedeutung von Forschungsinvestitionen. Die Studie basiert auf Daten der FFG und zeigt, dass die Interventionslogik der FFG stimmt. „Wir unterstützen die Unternehmen mit den richtigen Instrumenten und bewirken somit stärkeres Wachstum bewirken“, folgern die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Hochgerechnet würden stabile FFG-Förderungen für Infrastruktur- und Personalkosten zur Sicherung von 10.000 Arbeitsplätze pro Jahr beitragen. Insgesamt ist die Nachfrage an FFG-Förderungen ungebrochen hoch. So hat die FFG 458 Millionen Euro an Förderungen im Jahr 2016 für laufende und neue Projekte ausgezahlt und 615 Millionen Euro für 3.307 Projekte neu bewilligt. Darin sind auch 93 Millionen Euro für den Breitbandausbau enthalten.

Große Hebelwirkung der FFG-Förderungen

Mit 356 Millionen Euro wurden etwa zwei Drittel der neu zugesagten Förderungen (gerechnet ohne Breitband-Mittel) an Unternehmen vergeben, 88 Millionen Euro (17 Prozent der Gesamtförderung) an Forschungseinrichtungen, sowie 70 Millionen Euro (13%) an Hochschulen. Kooperative Projekte, also die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, bilden einen wichtigen Pfeiler der FFG-Förderstrategie. Dadurch sollen neue Ideen aus der Forschung möglichst rasch in die wirtschaftliche Umsetzung kommen. Welche Rolle die Förderungen der FFG für die Unternehmen spielen, würden Evaluierungen zeigen: „Vier Fünftel der geförderten Projekte wären ohne Unterstützung der FFG nicht oder nur in deutlich geringerem Umfang durchgeführt worden“, sagen Egerth und Pseiner.

Forschung stärkt Unternehmen

„F&E-durchführende Unternehmen schaffen mehr Arbeitsplätze, haben ein höheres Umsatz- und Investitionswachstum und optimistischere Investitionspläne“, fasst Studienautor Martin Falk die neue WIFO-Studie, die im Auftrag der FFG erstellt wurde, zusammen. Sie sind zudem resilienter in Krisenzeiten. Während Unternehmen, die sehr viel in F&E investieren (mehr als fünf Prozent Anteil am Umsatz) in zehn Jahren ein Beschäftigungswachstum von rund fünf Prozent erreichen konnten, zeigen Unternehmen ohne oder mit nur geringen Forschungsaktivitäten (unter einem Prozent Umsatzanteil) im gleichen Zeitraum ein Wachstum unter zwei Prozent.

Besonders bei schnell wachsenden Unternehmen spielen Forschung und Entwicklung eine besondere Rolle: Diese sind innovativer und weisen sowohl eine höhere Arbeitsproduktivität als auch eine höhere Exportbeteiligung auf. „27 Prozent der von der FFG geförderten Unternehmen sind schnellwachsende Unternehmen und diese werden von der FFG überproportional gefördert“, bestätigt Studienautor Falk die Förderstrategie der FFG.

Am Puls der Zeit

Ähnlich wie in den letzten Jahren fließen mit 119 Millionen Euro rund 23 Prozent der FFG-Gesamtförderung (Neubewilligungen) in Projekte aus dem Produktionsbereich (gerechnet ohne Breitband-Mittel). An zweiter Stelle stehen die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit 106 Millionen Euro (20 %). Die Bereiche Energie/Umwelt (88 Mio. Euro) und Mobilität (60 Mio. Euro) folgen dahinter.

Wie auch in den letzten Jahren konnten Organisationen aus den drei Bundesländern Wien, Oberösterreich und Steiermark den größten Anteil an FFG-Förderungen einwerben. Allerdings in geänderter Reihenfolge: In den Jahren 2014 und 2015 konnte die Steiermark die meisten Mittel einwerben. 2016 lag Wien mit 147 Mio. Euro an der Spitze, gefolgt von der Steiermark mit 132 Mio. Euro und Oberösterreich mit 103 Mio. Euro. Fortgeführt und weiter ausgebaut wurde auch die Zusammenarbeit der FFG mit den Bundesländern im Bereich der Forschungs- und Technologieförderung. Die FFG wickelt für die Länder Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol Förderprogramme aus Landesmitteln ab, mit denen die Finanzierung von Projekten auf bis zu 70% der Projektkosten erhöht wird. Ergänzend setzt die FFG auch thematische Ausschreibungen für die Länder um, wie die Ausschreibung „Smart Mobility“ von Oberösterreich und Steiermark oder neue Ausschreibungen des oberösterreichischen „STAR“-Programmes.

Erfolgreiche internationale Vernetzung

Österreich hat bisher aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 rund 564 Millionen Euro an Förderungen eingeworben. Im Jahr 2015 haben Einreichungen aus Österreich mit 216 Millionen Euro sogar die bisher höchsten Zahlungen aus dem Rahmenprogramm erhalten und sind damit überdurchschnittlich erfolgreich. Damit das so bleibt, arbeitet die FFG laufend an der Qualitätssicherung und der Verbesserung ihrer Dienstleistungen. „Sehr erfolgreich entwickelt sich die internationale Vernetzung der österreichischen Forschung. Denn wer Kompetenzen vernetzt, gegenseitiges Know-how nützt und damit Neues schafft, stärkt sich für die Zukunft und fördert aktiv die Zusammenarbeit zwischen Innovationsplayern“, betonen Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Die FFG setzt dabei auf verschiedene Instrumente bzw. Programme wie Horizon 2020, EUREKA, Eurostars oder COST und wirkt aktiv in der ESA mit. Auch im Programm Beyond Europe oder dem Global Incubator Network (GIN) sowie im Dachverband der europäischen Innovationsagenturen TAFTIE ist man engagiert.

Neue Programme und Initiativen

Zudem baut die FFG beständig ihr Angebot aus: So bietet das Programm EFREtop eine einfache Möglichkeit, auch EU-Regionalförderungen für Forschung und Innovation in Anspruch zu nehmen. Der Patent.Scheck wiederum erleichtert und fördert den Schutz von Erfindungen von KMU, während das gestärkte Programm Frontrunner einen Investitionsschub bei den heimischen Leitbetrieben am Standort Österreich bewirken wird. Das neue Programm für Forschungsinfrastrukturen ermöglicht die Anschaffung und den Startbetrieb von modernen Anlagen und Geräten für die Forschung und das Programm Innovationswerkstätten erlaubt es, Ideen zu testen und zu marktfähigen Prototypen weiterzuentwickeln. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, betonen Egerth und Pseiner – und damit haben sie zweifelsfrei recht.


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