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Neue Perspektiven der Musiktherapie


Am 16. November wurde der zweite internationale Kongress zur Musikwirkungsforschung Mozart&Science 2008 eröffnet.

Bis 19. November beschäftigten sich Wissenschaftler aus aller Welt mit der Wirkung von Musik auf Körper und Geist und widmen sich dabei vor allem den Perspektiven einer kalkulierbaren und regulären Anwendung von Musik in der medizinischen Therapie.


Initiator Landesrat Wolfgang Sobotka verwies im Rahmen der Eröffnung auf die großen Forschritte während der vergangenen Jahre und ruft dazu auf, diesen erfolgreichen Kurs gemeinsam fortzusetzen:
„Das vom Nationalrat beschlossene Musiktherapiegesetz ist nur ein Beispiel für die führende Rolle unseres Landes und den Veränderungsprozess, der sich rund um das Thema Musik in der Therapie entwickelt hat“, erklärt Sobotka.


Dieser breite Impuls für Forschung, Therapie und Anwendung habe für Niederösterreich nicht nur lokalen und regionalen, sondern darüber hinaus auch wichtigen überregionalen Wert. „Das Land Niederösterreich trägt hier als Kompetenzpool zur intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung und der Umsetzung in die medizinische Praxis bei. Mit Mozart&Science möchten wir den aktuellen Stand reflektieren und Impulse zur Anwendung aussenden“, betonte Sobotka.


Ziel sei es, diese Perspektiven im Sinne einer ganzheitlichen Therapie zum Guten der Menschen umzusetzen:
„Wenn wir Musik in allen Facetten und Disziplinen verankern und nutzbar machen möchten, braucht es auch ein Zusammenwirken der agierenden Personen. Daher bitte ich, Barrieren zwischen den medizinischen Disziplinen abzubauen und das Gemeinsame zu suchen."


Individuelle und nebenwirkungsarme Therapieform


Für Roland Haas, Präsident der I.M.A.R.A.A. (International Music und Art Research Association Austria) stellt die Konzentration auf die praktischen, medizinischen Aspekte den zentralen Schwerpunkt von Mozart&Science 2008 dar. „Hierbei danke ich vor allem dem Land Niederösterreich und LR Sobotka für die energische Zukunftsorientierung, die das Land in diesem Bereich verfolgt“, so Haas.


Musik und Medizin sei Zukunftsthema, habe jedoch keine geballte medizinische Industrie hinter sich stehen. „Noch spielt die Musik im medizinischen Alltag eine periphere Rolle. Im Sinne einer nebenwirkungsarmen und auf das Individuum zugeschnittenen Therapie ist sie aber die Zukunft“, skizziert Haas die großen Chancen von Musik in der Medizin. „Für diese Zukunft sehe ich noch viele Möglichkeiten der Anwendung – Mozart&Science soll und wird zu dieser Entwicklung beitragen“, ist Haas überzeugt.


Weitere Infos unter:
www.mozart-science.at

 

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