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Foto: NÖM, Mario Pampel

Lokales Anergienetz in Baden bei Wien

2018 startete das Projekt Smart Anergy Quarter Baden (SANBA), bei dem ein breit aufgestelltes Konsortium ein Konzept für ein Niedertemperatur-Heiz- und -Kühlsystem, ein sogenanntes Anergienetz entwickelt. Auf dem 40 Hektar großen Areal der ehemaligen „Martinek-Kaserne“ in Baden bei Wien könnte ein neues Stadtquartier mit Wohn-, Gewerbe- und Bürogebäuden entstehen.

Lokale Anergienetze sind Rohrleitungsnetze, die Wasser mit niedrigen Temperaturen zwischen einzelnen Gebäuden oder Gebäudegruppen verteilen. Somit können die Gebäude entweder direkt gekühlt oder in Kombination mit einer Wärmepumpe auch beheizt werden. Vor Ort verfügbare erneuerbare Energiequellen können somit leichter in das Energienetz eingebunden werden. Das Endresultat ist eine dezentrale, flexible Energieversorgung.

Umgesetzt werden soll das lokale Anergienetz in der ehemaligen „Martinek-Kaserne“ in Baden bei Wien. Eine große Herausforderung stellen hierbei die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Kaserne da, die saniert werden müssen, um das Quartier mit vor Ort verfügbaren Energiequellen über ein lokales Niedertemperaturnetz zu versorgen. Die Energie soll sowohl aus industrieller Abwärme aus Prozessen des benachbarten Molkereibetriebs NÖM AG als auch Photovoltaik und Solarthermie gewonnen werden. Darüber hinaus könnte oberflächennahe Geothermie ebenfalls zum Einsatz kommen.

Untergrundforschung

Die Potenziale und möglichen Einschränkungen für Erdwärmesonden und thermische Grundwassernutzung an diesem Standort wurden im Rahmen der Forschungsarbeiten bereits analysiert. Dabei wurden zahlreiche bereits vorliegende Informationen wie geologische Karten, Bohrprofile, Profilschnitte, bestehende Wasserrechte im näheren Umkreis etc. berücksichtigt. Mit einem speziell entwickelten Simulationstool, welches ebenfalls Wärmepumpen, Solarthermie, PV, Batteriespeicher sowie die Prosumer inkludiert, konnte in der Folge das gesamte Anergienetz modelliert werden.

Projektpartner

SANBA, gefördert vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium,  ist ein Projekt der Vorzeigeregion NEFI – New Energy for Industry, einem Innovationsverbund aus Wissenschaft, Technologieanbietern und Unternehmen zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die Dekarbonisierung der Industrie. Zu den Projektpartnern zählen AIT Austrian Institute of Technology GmbH (Projektleitung), NÖM AG, TU Wien – Institut für Energietechnik und Thermodynamik, ENFOS. e.U. – Energie und Forst, Forschung und Service, Institute of Building Research and Innovation ZT-GmbH, Stadt Baden/Energiereferat, Montanuniversität Leoben – Lehrstuhl für Energieverbundtechnik, geohydrotherm GmbH, BauConsult Energy GmbH.

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