AIT-Geschäftsführerin Brigitte Bach sieht angewandte Forschung zunehmend als strategischen Faktor für Europas. | © AIT Austrian Institute of Technology
Das AIT Austrian Institute of Technology hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichem Wachstum bei Forschungserlösen, Auftragsstand und Investitionen abgeschlossen. Das Forschungsinstitut sieht sich damit trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen als stabiler Partner für Industrie und öffentliche Hand.
Die Betriebsleistung stieg um 5,6 Prozent auf 230,16 Millionen Euro, die externen Forschungserlöse legten um acht Prozent auf 141,1 Millionen Euro zu. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 18 Prozent dynamisch. Der aktuelle Auftragsstand liegt bei 314,6 Millionen Euro.
Fokus auf KI, Energie und resiliente Infrastruktur
Das AIT investierte 2025 rund 15,7 Millionen Euro in Infrastruktur und Zukunftstechnologien. Dazu zählen unter anderem neue Forschungsanlagen für Wasserstofftechnologien, Wärmepumpen sowie der Ausbau von Hard- und Softwareinfrastruktur für Daten- und KI-Anwendungen.
„Europa wird den Wettbewerb um Schlüsseltechnologien nicht mit einzelnen Innovationen gewinnen, sondern mit der Fähigkeit, komplexe Systeme zu beherrschen“, sagt Andreas Kugi, Scientific Director des AIT. Ziel sei es, Technologien „so zu entwickeln, dass sie im industriellen Maßstab funktionieren“.
Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen aktuell auf Künstlicher Intelligenz, Energie- und Ressourceneffizienz, Cybersecurity sowie resilienten Infrastrukturen für Industrie, Mobilität und Gesundheit.
Mehr internationale Sichtbarkeit
Auch wissenschaftlich konnte das AIT seine internationale Position ausbauen. 685 Peer-Review-Publikationen wurden 2025 veröffentlicht, mehr als 82 Prozent davon in führenden Fachjournalen. Zudem stieg die Zahl der Patentanmeldungen auf 38.
Das Institut beschäftigt mittlerweile 1.678 Mitarbeitende aus 57 Nationen und verzeichnete im vergangenen Jahr rund 17.500 Bewerbungen. Laut interner Befragung bewerten 85 Prozent der Beschäftigten das AIT als sehr guten Arbeitsplatz.
Forschung als Standortfaktor
AIT-Geschäftsführerin Brigitte Bach sieht angewandte Forschung zunehmend als strategischen Faktor für Europas Wettbewerbsfähigkeit: „Gerade in einem Umfeld, in dem Europa seine Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität stärken muss, braucht es Einrichtungen, die wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzung verbinden.“
Auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Peter Schwab, betont die Rolle des Instituts für die österreichische Industriestrategie: „AIT und Industriestrategie 2035 sind ein perfektes Match.“
Das positive Jahresergebnis von 3,4 Millionen Euro soll laut AIT die Grundlage für weitere Investitionen in Forschungsinfrastruktur und internationale Kooperationen schaffen.
