Innovationsexperten Paul Kampusch. | © Paul Kampusch
Viele Unternehmen glauben, dass gute Methoden wie Service Design automatisch zu besseren Produkten führen. Doch Methoden stellen keine Fragen – das tun immer noch Menschen. Die strategisch entscheidende Frage lautet daher: „Welche Signale unserer Kunden filtern wir unbewusst heraus, weil sie nicht in unser eigenes Weltbild passen?“
Der sauberste Research-Prozess bringt nichts, wenn die Ergebnisse anschließend durch ein homogenes Nadelöhr geschleust werden. Wenn ein Team Nutzerfeedback analysiert, entscheidet die eigene Erfahrungswelt darüber, was als „relevanter Trend“ eingeordnet oder als „unwichtiges Randphänomen“ abgetan wird. Das Problem sitzt folgedessen im Synthese- und Filter-Schritt.
Genau hier wird Diversität zum echten Erfolgsfaktor und Innovations-Beschleuniger: Ein homogenes Team unterliegt trotz bester Methodik oft dem Confirmation Bias – es sieht in den Daten nur das, was die eigene Haltung bestätigt. Erst eine Vielfalt an Denkweisen, Erfahrungswerten, Perspektiven und Hintergründen im Innovationsteam sorgt dafür, dass aus denselben Kundensignalen radikal neue Perspektiven und unentdeckte Marktpotenziale herausgelesen werden.
Stellen Sie sich heute die richtige Frage: Verfügt Ihr Team über die nötige „Bandbreite an unterschiedlichen Brillen“, um Ihr Kundenfeedback wirklich ganzheitlich zu interpretieren?
