Nach Angaben der Wirtschaftsagentur arbeiten aktuell 670 Partnerbetriebe gemeinsam mit Forschungseinrichtungen an 37 kooperativen Projekten. | © NLK Pfeiffer
Die Cluster und Plattformen der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus setzen ihre Innovationsarbeit fort. Nach Angaben der Wirtschaftsagentur arbeiten aktuell 670 Partnerbetriebe gemeinsam mit Forschungseinrichtungen an 37 kooperativen Projekten in den Bereichen Kunststoff, Mechatronik, nachhaltiges Bauen, Lebensmittel, Gesundheitstechnologie sowie Green Transformation und Bioökonomie.
Seit dem Start der Clusterinitiative wurden laut ecoplus mehr als 1.600 Innovationsprojekte umgesetzt.
Innovationen für Bau, Kunststoff und Lebensmittel
Zu den aktuellen Projekten zählt das FFG-geförderte Netzwerk natuREnovation, das nachhaltige Sanierungslösungen für Gründerzeitgebäude entwickelt. Ziel sind langlebige und kreislauffähige Konzepte auf Basis regionaler Baustoffe.
Im Kunststoff-Cluster arbeitet das Projekt ColourCycle an Verfahren zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von Farb- und Beschichtungsmaterialien. Unternehmenspartner ist die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH.
„Kreislaufwirtschaft gelingt nur durch enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit ColourCycle entwickeln wir gemeinsam innovative Lösungen, um wertvolle Ressourcen im Kreislauf zu halten und die Zukunft nachhaltiger Kunststoffverpackungen aktiv mitzugestalten“, sagt Stefan Chalupnik, Geschäftsführer der G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH.
Im Lebensmittel-Cluster steht mit PULSE die Entwicklung neuer Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten und Getreide im Mittelpunkt. Das Projekt orientiert sich an den Prinzipien der Planetary Health Diet und soll nachhaltige Ernährungssysteme fördern.
Digitalisierung und Green Transformation
Im Mechatronik-Cluster entwickelt das Projekt LogiTRAAK digitale Lösungen für transparenteres Asset-Tracking und effizientere Lieferketten. Projektpartner ist unter anderem die Schmid Schrauben Hainfeld GmbH.
„LogiTRAAK ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer digitalisierten und effizienten Produktionslogistik. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und bilden eine gute Basis, das System schrittweise auf weitere Bereiche unseres Unternehmens auszuweiten“, erklärt Geschäftsführer Andreas Gebert.
Die Plattform Green Transformation & Bioökonomie unterstützt Unternehmen zudem bei der Vorbereitung auf neue europäische Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft. Im ersten Halbjahr standen unter anderem Informations- und Vernetzungsangebote zu PFAS und anderen persistenten Schadstoffen im Fokus.
Netzwerk für Forschung und Wirtschaft
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht in den Clustern einen wichtigen Motor für den Innovationsstandort Niederösterreich: „Mit 670 Partnerbetrieben und mehr als 1.600 erfolgreich umgesetzten Projekten seit über zwei Jahrzehnten beweisen die ecoplus Cluster und Plattformen, wie wirkungsvoll die Unterstützung unserer Schlüsselindustrien ist.“
Auch ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki betont die Bedeutung der Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Projekte würden wichtige Beiträge zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung und einer resilienten europäischen Wirtschaft leisten.
