Die Veranstaltung wird von der TU Wien und der AIM Group Austria organisiert. | © UIV/Jakub Han
Am Wiener Karlsplatz dreht sich Ende Mai alles um Robotik, Künstliche Intelligenz und Automatisierung: Beim „Festival der Roboter“ am 30. und 31. Mai 2026 präsentieren Forschungseinrichtungen und Unternehmen aktuelle Entwicklungen aus der Robotik – vom humanoiden Roboter bis zum autonomen Kran.
Die Veranstaltung wird von der TU Wien und der AIM Group Austria organisiert, die Konzeption verantwortet Urban Innovation Vienna. Ziel sei es, Technologie niederschwellig zugänglich zu machen und zugleich die Rolle Österreichs als Robotik-Standort sichtbar zu machen.
Robotik als Zukunftstechnologie
Mit 272 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigten zählt Österreich laut Veranstaltern international zu den führenden Ländern im Robotikbereich. Entsprechend groß sei auch die wirtschaftspolitische Bedeutung der Technologie.
„Die Bundesregierung hat eine Industriestrategie beschlossen, die Österreich zu einem der Top-10-OECD-Industrieländern entwickeln wird. Robotik ist für dieses Ziel eine der Schlüsseltechnologien“, sagt Innovationsminister Peter Hanke.
Das Festival soll aktuelle Technologien nicht nur präsentieren, sondern auch deren Auswirkungen auf Arbeitswelt und Gesellschaft diskutieren. Besucher:innen können Roboter ausprobieren, Vorführungen erleben und mit Expert:innen ins Gespräch kommen.
TU Wien und AIT zeigen neue Entwicklungen
Im Zentrum stehen auch Forschungsprojekte österreichischer Hochschulen und Technologieunternehmen. Die TU Wien verweist auf ihre internationale Positionierung im Bereich Engineering und Computer Science.
„Das Festival der Roboter macht technologische Entwicklungen für eine breite Öffentlichkeit erlebbar“, betont TU-Wien-Rektor Jens Schneider. Neue Technologien müssten „verantwortungsbewusst weiterentwickelt“ werden.
Eine Weltpremiere feiert laut Veranstaltern ein vollautonomer Roboter-Kran, entwickelt vom AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit Palfinger. Dabei gehe es um intelligente Assistenzsysteme, die Menschen bei komplexen Aufgaben unterstützen sollen.
„Moderne Robotik bringt künstliche Intelligenz in Bewegung“, erklärt Andreas Kugi, Scientific Director des AIT. Durch die Kombination aus Sensorik, KI und Systemtheorie entstünden autonome Systeme, die Sicherheit und Produktivität erhöhen könnten.
Fokus auf Bildung und Fachkräfte
Eingebettet ist das Festival in das „Future Fit Festival“ des Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff), das bis Mitte Juni läuft. Der Fokus liegt dabei auch auf neuen Berufsbildern und Qualifikationen im Zuge der Automatisierung.
„Robotik erlebt eine dynamische Entwicklung, die uns in einer älter werdenden Gesellschaft mit automationsgestützten Lösungen helfen kann“, sagt waff-Geschäftsführer Marko Miloradovic. Gleichzeitig brauche es Aus- und Weiterbildung, damit technologische Veränderungen „den Menschen nützen und nicht zum Selbstzweck werden“.
Das Festival richtet sich ausdrücklich auch an Familien und Kinder. Mit interaktiven Formaten soll Robotik im Alltag greifbar gemacht werden. Parallel dazu findet Anfang Juni in Wien die internationale Robotik-Konferenz ICRA statt, zu der mehr als 7.000 Expert:innen erwartet werden.
