Bundesministerin Eva Maria Holzleitner (BMFWF), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET) und Sektionsleiterin Henriette Spyra (BMIMI). | © BMFWF/Katharina Schiffl
Die Lange Nacht der Forschung hat 2026 erneut großes Publikumsinteresse geweckt: Rund 192.000 Menschen besuchten österreichweit mehr als 300 Standorte und nutzten über 3.000 Programmpunkte, um Einblicke in aktuelle Forschung zu gewinnen.
Im Fokus stand heuer erstmals ein gemeinsamer Auftritt mehrerer Ministerien am Wiener Maria-Theresien-Platz. Der Standort „Forschung im Zentrum“ bündelte Angebote aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie und machte Forschung für ein breites Publikum zugänglich.
Wissenschaft zum Mitmachen
Mitmachstationen, Experimente und direkte Gespräche mit Forschenden standen im Zentrum des Formats. Ziel war es, wissenschaftliche Themen verständlich und greifbar zu vermitteln.
Für Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner erfüllt die Veranstaltung genau diesen Anspruch: „Forschung muss für alle zugänglich sein und verständlich vermittelt werden.“
Forschung als Standortfaktor
Neben der Vermittlung rückte auch die wirtschaftliche Bedeutung von Forschung in den Vordergrund. Innovationsminister Peter Hanke verwies auf die Rolle von Schlüsseltechnologien: „Forschung und Innovation leisten einen wesentlichen Beitrag um unser Leben besser zu machen sowie zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts.“
Mehr als die Hälfte der Forschungsausgaben in Österreich stammt aus der Industrie – ein Aspekt, den auch Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hervorhob. Die Verbindung von Forschung und wirtschaftlicher Anwendung sei eine zentrale Stärke des Standorts.
Bühnenprogramm als Publikumsmagnet
Ein umfangreiches Bühnenprogramm ergänzte die interaktiven Formate. Science Shows, Vorträge und Science Slams vermittelten Forschung auf unterhaltsame Weise.
Zu den Höhepunkten zählte die Verleihung des Heinz Oberhummer Awards an die britische Autorin und Moderatorin Sandi Toksvig für ihre Leistungen in der Wissenschaftskommunikation.
Breite Beteiligung in ganz Österreich
Allein in Wien kamen rund 60.000 Besucherinnen und Besucher. Die hohe Beteiligung unterstreicht die Rolle der Veranstaltung als eines der größten Wissenschaftsevents des Landes.
Holzleitner zeigt sich entsprechend zufrieden: „Ich bin begeistert vom großen Interesse an der österreichischen Forschungslandschaft.“
Auch Hanke sieht das Engagement bestätigt: „Ich freue mich über die hohe Zahl an Besucher:innen […]“
Format mit wachsender Bedeutung
Die Zahlen zeigen: Die Lange Nacht der Forschung etabliert sich weiter als zentrale Plattform, um Wissenschaft sichtbar zu machen und den Dialog mit der Gesellschaft zu stärken.
Gerade vor dem Hintergrund technologischer und wirtschaftlicher Transformation gewinnt dieser Austausch zunehmend an Bedeutung.
