Ziel des Programms ist es, Stromverbrauch und Speicherung stärker an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie anzupassen. | © iStock.com/AndreyPopov
Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt der Klima- und Energiefonds die Einführung intelligenter Energiemanagement-Systeme in Österreich. Insgesamt stehen 4,9 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) zur Verfügung. Gefördert werden automatisierte Systeme, die Stromverbrauch, Stromerzeugung und Energiespeicherung intelligent aufeinander abstimmen und damit das Stromnetz entlasten.
Das Programm „Energiemanagement – Flexibilisierung im Verteilnetz“ richtet sich an private Haushalte ebenso wie an Betriebe, Gemeinden und andere Organisationen.
„Die Energiewende darf nicht zu höheren Kosten und überlasteten Netzen führen – sie muss intelligent gesteuert werden“, betont Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer. „Wir unterstützen Haushalte, Gemeinden und Betriebe dabei, ihren Energieverbrauch flexibler und effizienter zu steuern. Das entlastet die Netze, senkt Kosten im System und stärkt eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung.“
Zuschüsse für Haushalte und Betriebe
Private Haushalte erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 600 Euro pro Projekt. Voraussetzung ist der Einsatz eines kommunikationsfähigen Energiemanagement-Systems, das mindestens zwei Komponenten – etwa Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Ladeinfrastruktur – automatisiert steuert.
Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen mit Niederspannungsanschluss können für Planung, Installation und Inbetriebnahme eines Energiemanagement-Systems einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Pro Standort werden maximal 20.000 Euro gefördert.
Erneuerbare Energie besser nutzen
Ziel des Programms ist es, Stromverbrauch und Speicherung stärker an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie sowie an Netzanforderungen anzupassen. Dadurch sollen bestehende Netzkapazitäten effizienter genutzt und die Integration erneuerbarer Energien verbessert werden.
„Die Energiewende braucht nicht nur mehr erneuerbare Energie, sondern auch intelligente Systeme, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch optimal aufeinander abstimmen“, sagt Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Die Förderung unterstütze Lösungen, die den Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem bis 2040 ebnen.
Anträge ab sofort möglich
Anträge können ab sofort bis 15. April 2027 (12 Uhr) gestellt werden, solange Fördermittel verfügbar sind.
Direkte Einreichung:
- Privatpersonen: https://www.umweltfoerderung.at/privatpersonen/energiemanagement-fuer-privatpersonen
- Gemeinden: https://www.umweltfoerderung.at/gemeinden/energiemanagement-fuer-gemeinden
Förderinformationen:
- Privatpersonen: https://www.klimafonds.gv.at/foerderung/energiemanagement-haushalte-2026/
- Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen: https://www.klimafonds.gv.at/foerderung/energiemanagement-betriebe-2026/
Der Klima- und Energiefonds bietet außerdem am 23. Juli 2026 von 9 bis 10 Uhr ein Webinar an, in dem das Förderprogramm und die Einreichmodalitäten vorgestellt werden.
