Staatspreis Innovation im Jahr 2025 | © APA-Fotoservice/Daniel Hinterramskogler
Sechs Unternehmen gehen ins Rennen um den Staatspreis Innovation 2026. Eine Fachjury hat Projekte aus Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Wien für die höchste staatliche Auszeichnung für innovative Unternehmen nominiert. Die Verleihung findet am 4. November 2026 statt.
Die sechs Finalist:innen wurden aus insgesamt 22 Projekten ausgewählt, die sich zuvor über die Landesinnovationswettbewerbe qualifiziert hatten. Inhaltlich reicht das Spektrum von digitaler Souveränität und Quantentechnologie über Halbleiter für KI-Rechenzentren bis zu Kreislaufwirtschaft und Hochwasserschutz.
Quantenchips, Mikrochips und digitale Souveränität
Mit zwei Unternehmen stellt Kärnten die meisten Nominierten. Anexia Holding geht mit einer Open-Source-basierten Enterprise-Virtualisierungsplattform ins Rennen. Sie soll Unternehmen einen Wechsel von proprietären Systemen ohne Betriebsunterbrechung ermöglichen und damit die digitale Souveränität stärken.
Infineon Technologies Austria wurde für eine Technologieplattform für Quantenchips nominiert. Sie verbindet die Entwicklung mit der industriellen Fertigung und soll damit eine Grundlage für praxistaugliche Quantencomputer schaffen.
Aus Oberösterreich kommt die EV Group (EVG). Ihre „IR LayerRelease“-Technologie ermöglicht mithilfe von Infrarot-Lasern das präzise Ablösen ultradünner Schichten und zielt auf die Fertigung einer neuen Generation dreidimensional integrierter Mikrochips.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik vertritt die Steiermark. Das nominierte Projekt integriert Halbleiter direkt in Leiterplatten und soll dadurch eine kompaktere und effizientere Stromversorgung von Hochleistungsprozessoren ermöglichen – insbesondere mit Blick auf die nächste Generation von KI-Rechenzentren.
Glasrecycling und Hochwassersimulation
Brantner green solutions aus Niederösterreich wurde für eine Anlage nominiert, mit der hochreines Glas aus Rückständen der Müllverbrennung zurückgewonnen und erneut als Rohstoff eingesetzt werden kann.
Der sechste Finalist ist die Wiener VRVis GmbH. Mit „scenarify“ hat das Unternehmen eine webbasierte 3D-Simulation entwickelt, mit der Hochwasser- und Starkregenereignisse analysiert und räumlich dargestellt werden können.
„Österreich hat die dritthöchste Forschungsquote in der EU, liegt beim Innovationsoutput aber nur auf Platz acht“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Ziel müsse es sein, „aus starken Forschungsleistungen mehr marktfähige Produkte, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen“.
Sechs weitere Projekte für Sonderpreise nominiert
Bei der Preisverleihung werden zudem die Sonderpreise ECONOVIUS und VERENA vergeben. Für den von der Wirtschaftskammer Österreich vergebenen KMU-Preis ECONOVIUS sind Farm ING Smart Farm Equipment aus Niederösterreich, GENSPEED Biotech aus Oberösterreich und AUGMENTERRA aus Salzburg nominiert.
Um den von VERBUND vergebenen Sonderpreis VERENA bewerben sich Gebauer & Griller Kabelwerke gemeinsam mit der TU Wien, meshmakers gemeinsam mit der FH Salzburg sowie ECOLYTE gemeinsam mit der TU Graz. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem ein flüssigkeitsgekühltes Megawatt-Ladesystem, eine Dateninfrastruktur für KI-Anwendungen in der Energiewende und neue Energiespeichertechnologien.
Der Staatspreis Innovation wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus vergeben und von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisiert. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer wird die Auszeichnung am 4. November verleihen.
