5/2023 Forschung Bildung
Alle Fotos: © Alfred Bankamer
Das weit über 20 Jahre alte, vom Autor sehr geliebte Rad der Marke Mistral darf ins E-Zeitalter reinschnuppern. Getauscht wurde nur der Vorderreifen. Beim Treter sorgt eine Magnetscheibe und ein Sensor für den Start der Trittunterstützung. Der kleine Akku am Lenker stört das Fahrgefühl selbst beim Freihändig-Fahren erstauinlicherweise nicht.
Alle Fotos: © Alfred Bankamer

Aus alt mach E-Rad

Austria Innovativ wagte einen weiteren Test. Diesmal mit dem E-Antrieb-Nachrüstset von Swytch. Das sehr leichte, für fast alle Radtypen geeignete System, erobert nach dem Erfolg in UK nun die EU.

von: Alfred Bankhamer

Nach einigen Verzögerungen war es auf einmal da: Das Nachrüstset für mein altes Mountainbike von der bei uns erst kürzlich erhältlichen Marke Swytch, die in Großbritannien schon seit 2017 große Erfolge gefeiert hat. Mittlerweile gibt es das Swytch-Kit in der sehr ausgereiften Version 3 ab 499 Euro.

Das Set wird für viele unterschiedliche Radgrößen (von 16-29 Zoll) und Radarten geliefert. Sicher gibt es billigere Nachrüstsets, aber wohl kein so gut durchdachtes und hochwertiges System, das noch immer deutlich billiger als ein vergleichbares E-Fahrrad ist. Ausgetauscht muss einfach nur das Vorderrad werden, das mit einem sehr leichten 250 Watt Nabenmotor ausgerüstet ist. Sonst ist nur die Montage der Magnetscheibe samt Sensor, des Halters für den Akku (hier normalerweise am Lenker) sowie der kleinen Steuereinheit, die fünf Unterstützungsstufen bietet, erforderlich.

Erstaunlich ist das sehr geringe Gewicht des Systems. Normalerweise lässt sich ein Rad in rund einer bis zwei Stunden je nach Bastelerfahrung umrüsten. Trotz relativ genauer Angabe im Bestellformular (Reifengröße, Masse der Achshalterung, Bremssystem, etc.) musste ich die Achse leicht abschleifen. Bei solchen Fragen bekommt man Unterstützung und viele Problemchen werden in der Bedienungsanleitung gut erklärt. Damit der Reifen wirklich gut läuft, war etwa das Montieren einer extra Beilagscheibe erforderlich.

Das Fahrverhalten ist wirklich nach kurzer Eingewöhnung sehr gut, die Unterstützung auch in der hügeligen Gegend des Weinviertels sehr kräftig und trotzdem unauffällig. Der kleine, sehr leichte Akku (90 Wh, 700 Gramm) reichte gerade noch für den Weg zum Bahnhof und retour (rund 12 Kilometer), da der Heimweg ziemlich stark bergauf geht. Ich muss gestehen, dass ich die Unterstützung für eine hohe Geschwindigkeit eingestellt habe, was einen Schnitt von über 20 km/h brachte.

Bergauf gab es am Ende nicht mehr die volle Kraft. Da musste auf einen niedrigeren Gang und kleinere Stufe geschaltet werden, um noch eine Weile von der Unterstützung zu profitieren. Der große Akku (1100 Gramm) hielt bei einer hügeligen Tour knapp 25 km. In Summe bietet Swytch ein wirklich sehr gutes System, geeignet für kurze Strecken. Zur Not kann ein zweiter Akku mitgenommen werden oder einfach ohne „E“ weitergetreten werden.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 36 der aktuellen Ausgabe 5-23 oder am Austria Kiosk!


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