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Breitband und WLAN als Muss: Künftig soll an allen Schulen die Infrastruktur für modernen digitalen Unterricht implementiert werden.
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DIGITALISIERUNG

Digitales Lernen nimmt Fahrt auf

Die neue, vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und dem ORF ins Leben gerufene digitale Bildungsmedienplattform „edutube“ ist nur ein Aspekt künftiger Unterrichtsmethodik. Die Corona-Krise hat das Tempo des Wandels beschleunigt.

Bildungsinhalte digital vermitteln – dieses Thema hat in den letzten Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Das Angebot soll künftig ausgebaut werden. Die neue Bildungsmedienplattform „edutube“ (www.edutube.at) setzt hier einen ersten neuen Meilenstein und vermittelt auf innovative Weise digitale, qualitativ hochwertigen und bildungsrelevanten Lehrinhalte über Unterrichtsvideos. So stehen zum Start von „edutube“ – der Launch erfolgte Ende April – bereits 800 journalistisch verlässlich recherchierte Kurzvideos, Dokus und Magazinbeiträge in öffentlich-rechtlicher Qualität zur Verfügung. Sie können nun inhaltlich als Ergänzung und Unterstützung für den digitalen Unterricht genutzt werden. Der Zugang ist dabei bewusst einfach gehalten, das Angebot können Lehrerinnen und Lehrern ebenso wie Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich nutzen. Acht Themenblöcken – Medien/Digitales, Klima/Umwelt, Gesundheit/Lifestyle, Mensch/Kultur, Politik/Europa, Geschichte/Aktuelles, Wirtschaft/Konsum und Wissenschaft/Forschung –  werden hier attraktiv und ansprechend für junge Zielgruppe vermittelt, wobei größter Wert darauf gelegt wurde, dass der Zugang für alle Interessenten möglich ist und niemand zurückgelassen wird.

Kompetenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nutzen

Um das Vorhaben in die Praxis umzusetzen, bietet der ORF die gesamte Kompetenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf. So werden die Videobeiträge beispielsweise aus unterschiedlichen ORF-Sendungsformaten – hier vor allem aus dem Informations- und Wissenschaftsbereich – zur Verfügung gestellt. Ergänzend dazu offeriert die Streamingplattform aber auch unterschiedliche Dokumentationen aus den Formaten „Newton“, „Dok 1“ oder „Universum“. Auch Produktionen aus dem umfangreichen Bestand des BMBWF sind enthalten und runden das Angebot ab. Noch heuer soll „edutube“ um weitere Kurzvideos ausgebaut werden. Der Zugang zu „edutube“ erfolgt passwortgeschützt. Die technische Umsetzung erfolgte durch die ORF-Sendertechniktochter ORS.

„edutube“ soll Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler helfen, Inhalte anschaulich zu vermitteln und den digitalen Unterricht besser zu gestalten. Gleichzeitig dient die Plattform auch als Unterstützung für Eltern und Betreuerinnen und Betreuer von Kindern und Jugendlichen im Schulbetrieb. Damit wird eine weitere wichtige Basis für digitales Lernen von zu Hause, aber natürlich auch von jedem anderen Ort aus, gelegt. Gleichzeitig bündeln das BMBWF und der ORF ihre Kräfte in der Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags, der beiden Institutionen gemein ist.

Digitalisierung forcieren

Die Digitalisierung und damit verbunden der weitere Ausbau der IT-Infrastruktur als Basis einen modernen, zukunftsorientierten Unterrichts ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Schulentwicklungsprogramms 2020 (SCHEP), das vor wenigen Wochen präsentiert wurde. Ein wesentliches Ziel hierbei ist es, jede Schule mit einer grundlegenden IT-Infrastruktur auszustatten, damit der Einsatz digital unterstützter Lehr- und Lerninhalte so einfach wie möglich wird. So sollen beispielsweise künftig alle Schulen möglichst mit Breitbandverbindungen ausgestattet werden. Auch eine leistungsfähige und ausreichend performante WLAN-Versorgung gehört dazu. Insgesamt werden in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Österreichs Schulen investiert – ein klares Bekenntnis zum Wissens- und Bildungsstandort Österreich.


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