4/2023 Forschung
© FWF/Daniel Novotny
Quantum Science Austria: Die Rätsel der Quantenwelt entschlüsseln. Gregor Weihs (Uni Innsbruck), Markus Aspelmeyer (Uni Wien), Francesca Ferlaino (ÖAW), Armando Rastelli (Uni Linz), Oriol Rome- ro-Isart (Uni Innsbruck), Hannes-Jörg Schmiedmayer (TU Wien).
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Exzellenzcluster

Ab Sommer 2023 starten fünf Exzellenzcluster an elf Standorten in Österreich mit kooperativen Projekten in einer noch nie dagewesenen Dimension.

von: Redaktion

Die Initiative excellent=austria des Bundes zum Ausbau der Spitzenforschung an den Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten nimmt Fahrt auf. Nun stehen die ersten Förderungen fest. In einem mehrstufigen Entscheidungsverfahren inklusive Jury-Hearing wählte das wissenschaftliche Kuratorium des FWF fünf Exzellenzcluster aus einer Shortlist aus. Maßgeblich bei der Auswahl waren die Empfehlungen der internationalen Jury, die die wissenschaftliche Exzellenz und das Innovationspotenzial auf Basis weltweiter Peer-Reviews beurteilt hatte.

Ab Sommer 2023

Die fünf Exzellenzcluster werden ab Sommer 2023 an elf Stand- orten in Österreich kooperative Projekte in noch nie dagewesener Dimension starten. In Summe steht dafür seitens des FWF und der beteiligten Forschungsstätten ein Investitionsvolumen von 135 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird die Spitzenforschung an Zukunftsthemen für die ersten fünf Jahre der geplanten zehnjährigen Laufzeit finanziert. Die für eine Ökonomie wichtige Grundlagenforschung erhält so einen wichtigen Schub, um international in der Spitzenforschung mithalten zu können.

Großes Innovationspotenzial

„Der Nobelpreis an Anton Zeilinger hat uns vor Augen geführt, welche Exzellenz in Österreichs Spitzenforschung steckt; mit den Clustern erhalten hunderte Forschende einen gewaltigen Schub. In den einzelnen Clustern sind praktisch alle Key-Player aus dem jeweiligen Forschungsbereich beteiligt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir dank dieser neuen Kooperationen in den nächsten Jahren signifikante wissenschaftliche Fortschritte sehen werden. Die Cluster werden darüber hinaus auch mehr Anwendungen und Innovationen in Wirtschaft und Industrie auslösen“, so FWF-Präsident Christof Gattringer.

Kooperative Forschung

In den fünf neuen Exzellenzclustern arbeiten Forschende von elf Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten zusammen. Die Universität Wien ist an allen fünf Clustern beteiligt, die Universität Innsbruck, die TU Wien, die Österreichische Akademie der Wissenschaften sowie das Institute of Science and Technology Austria bringen sich in je drei Clustern ein. Die Universität Linz und die Central European University sind an zwei Clustern beteiligt, das AIT Austrian Institute of Technology, die Medizinische Universität Graz, die Universität Graz und die Universität Salzburg machen mit je einer Beteiligung die Liste der beteiligten Institutionen komplett. Pro Cluster arbeiten Teams mit mehr als 100 Wissenschafter/innen zusammen.

Die gut dotierten Förderungen ermöglichen den beteiligten Institutionen, langfristige Strukturen und attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und somit Wirkung und internationale Sichtbarkeit der Forschung zu erhöhen. Dabei trägt der Wissenschaftsfonds FWF 60 Prozent an Fördervolumen bei, die restlichen 40 Prozent stammen aus Eigenmitteln der beteiligten Forschungsstätten. In Summe wird der FWF rund 81 Millionen Euro für die ersten fünf Jahre zur Verfügung stellen, wobei 13 Millionen Euro aus NextGenerationEU-Mitteln der Europäischen Union stammen.

Die fünf Exzellenzcluster

• Quantum Science Austria:
Die Rätsel der Quantenwelt entschlüsseln.

• Knowledge in Crisis:
Die Krise des Wissens verstehen und überwinden.

• Materials for Energy Conversion and Storage:
Neue Materialien für eine emissionsfreie Zukunft entdecken.

Microbiomes Drive Planetary Health:
Die Bedeutung von Mikrobiomen für die planetare Gesundheit verstehen.

• EurAsian Transformations:
Das kulturelle Erbe Eurasiens erforschen.

Weitere Informationen unter excellentaustria.fwf.ac.at


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