Politik

Forschungsquote erstmals über 3 Prozent

Laut Statistik Austria erstmals Forschungsausgaben von mehr als 10 Milliarden Euro

Laut der heute veröffentlichten Schätzung der Statistik Austria werden heuer die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich mit 10,1 Mrd. Euro erstmals über der "Schallmauer" von 10 Milliarden liegen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entspricht das einer Forschungsquote von 3,01%. Technologieminister Stöger ist sehr erfreut: "Die neuen Zahlen zeigen, dass wir durch unsere massiven F&E-Investitionen des Bundes im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise auch die Unternehmen dazu motivieren konnten in Folge ihre F&E-Ausgaben überdurchschnittlich zu steigern. Mit dem Erreichen des Zwischenziels einer Forschungsquote von 3% sind wir einen guten Schritt weiter gekommen die Ziele der FTI-Strategie zu erreichen und sind wieder auf dem notwendigen Wachstumspfad." Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 3,01% liegt Österreich derzeit auf Platz 4 in der EU, hinter Finnland, Schweden und Dänemark und weit über dem EU-Durchschnitt, der im Jahr 2013 bei 2,01% lag.  Laut Statistik Austria sind es vor allem die massiven Anstiege der F&E-Investitionen der Unternehmen in den Jahren 2011 bis 2013, die zu diesem Sprung in der Entwicklung der F&E-quote führten. Damit hat sich auch der private Finanzierungsanteil merklich erhöht und entwickelt sich in die von der Bundesregierung gewünschte Richtung, die gemäß FTI-Strategie bis 2020 einen privaten Finanzierungsanteil von zumindest zwei Drittel anstrebt. Technologieminister Stöger betont: "Eine hohe Forschungsquote ist gerade für ein hochentwickeltes Land wie Österreich die entscheidende Basis für die Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und für die qualifizierten Arbeitsplätze von morgen. Über diesen Erfolg dürfen wir aber auch nicht vergessen, die direkte angewandte Forschungsförderung budgetär zu stärken, denn durch deren Hebelwirkung werden die Unternehmen dazu ermutigt zusätzliche und noch ambitioniertere F&E-Projekte zu machen. Mit den gezielten Forschungs- und Technologieprogrammen der direkten angewandten Forschungsförderung können wir die Entwicklung in gesellschaftlich besonders relevanten Bereichen wie nachhaltige Energieträger, umweltfreundliche Mobilität oder effiziente Produktionsprozesse vorwärtstreiben." Stöger weist auch darauf hin, dass die F&E-Förderungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sich zunehmend bezahlt machen. Dies lässt sich etwa an der mittlerweile sehr starken Position Österreichs in der Automobilzulieferindustrie, im Bereich des energieeffizienten Bauens oder bei dem Thema "Industrie 4.0" ablesen, wo Österreich gemäß einer Roland Berger Studie einen führenden Platz einnimmt. Aber auch in klassischen High-Tech-Branchen wie Luft- und Raumfahrt oder im Bereich Sicherheitsforschung sowie bei Informations- und Kommunikationstechnologien hat sich Österreich zunehmend einen Namen gemacht, wovon auch die hohen Rückflussquoten aus den EU-Forschungsrahmenprogrammen zeugen.

Credit: feuerwehr.at / Andreas Rieger

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