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© Fotos: EFA
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Mission New Europe – Forum Alpbach 2022

Das Forum Alpbach 2022 begann Sonntags und zeigt sich nach der Corona-Pause in neuem Gewand! Die Neukonzeptionierung ist zugleich ein Tribut an die Jugend, die „Europas Morgen“ maßgeblich mitgestalten wird, sowie die Rückbesinnung auf die Gründungs-DNA als Ort der Begegnung.

von: Christina Heissenberger

New Europe heißt das Motto und die Mission des European Forum Alpbach 2022 (EFA), das heuer endlich wieder live stattfindet. Das spannende Programm wird heuer erstmalig auf Conference- und Lab Week aufgeteilt. Die bisherigen thematischen Silos werden zur Gänze durch Tracks ersetzt, um Themen und Disziplinen gezielt miteinander zu verknüpfen und den aktiven Austausch zu fördern. In der Lab Week wird in sogenannte Retreats in die Tiefe gegangen und mit internationalen Expert*innen an konkreten Lösungen gearbeitet. Die Jugend, die in den letzten 20 Jahren vor allem Zugang zu deneigenen Veranstaltung hatte, wird nun gezielt miteinbezogen. Stipendiat*innen können sich nun mit führenden Größen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen, um Ideen einzubringen und den Restart Europas generationenübergreifend voranzutreiben. Da geht es auch um die Herausforderungen der heutigen Zeit, insbesondere vor dem Hintergrund Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, den Folgen der Pandemie und der Klimakrise.

Die Veranstaltung bewegt sich rund um die thematischen Tracks:

  • Securing Europe’s Future in a Globalised World
  • The Climate Opportunity
  • The Financing of Europe’s Future
  • The Future of Democracy and the Rule of Law in Europe

Programm/Keynotespeaker

Conference Week : 21.8. – 26.8.

Erwartet werden zum Auftakt Alexander van der Bellen (Bundespräsident), Karl Nehammer (Bundeskanzler), Olha Stefanishyna (Vizepremierministerin der Ukraine).

Zu den Keynotespeakern zählt etwa  Katarina Mathernova, (stellvertretende Generaldirektorin der Europäischen Kommission und Leiterin der Unterstützungsgruppe), die über die Situation in der Ukraine spricht.  Edi Rama (albanischer Ministerpräsident) diskutiert mit den Politikwissenschaftler*innen Gerda Holzinger-Burgstaller und Barbara Prainsack über das Ziel des „guten Lebens für alle“. Leonore Gewessler  (Bundesministerin für Klimaschutz und Mitglied von Forschung Austria) tauscht sich mit  Mariana Mazzucato (Wirtschaftsprofessorin am University College London)über den Wandel der Wirtschaftssysteme aus. Gordon Bajnai (früherer ungarischer Ministerpräsident) und Boris Vujcic (Gouverneur der kroatischen Nationalbank) gehen auf unterbrochene Lieferketten und bewaffnete wirtschaftliche Abhängigkeiten ein. Alexander Schallenberg (Österreichs Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten) und Norbert Totschnig (Bundeminister für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus) nehmen an Sitzungen zur Ernährungssicherheit und dem geopolitischen Erwachen der EU teil.

Technologiegespräche

Der zweite Teil der Conference Week vom 25.-27.8 ist das traditionelle Treffen der Technologie-Community in Alpbach. Es wird vom AIT Austrian Institute of Technology und von ORF Radio Ö1 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Forum Alpbach kuratiert. Heuer geht es um Lösungsmöglichkeiten für die multiplen Krisenerscheinungen der Gegenwart– von der Energiewende über resilientere Transportketten und den Informationskrieg bis hin zu modernen Medizin- und Kommunikationstechnologien. Das Problem, wenn globale Lieferketten außer Takt geraten, wird ebenso am Podium diskutiert wie die Weiterentwicklung RNA-basierter Impfstoffe, dem Info- und Cyberwar oder was notwendig ist, damit die Energiewende gelingen kann.Carla Seidel (Vizepräsidentin der BASF), Bernd Rech (Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums) Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologie Austria AG), Peter Schwab (Mitglied des Vorstands der voestalpine AG) thematisieren die Anforderungen an das zukünftige Energiesystem.

Volker Kozok (Cyper-Sicherheitsspezialist), Susanne Spahn (Journalistin und Politikwissenschaftlerin), Markus Reisner (Oberstleutnant) und Matthias C. Kettemann stellen das Thema Battlefield Internet zur Diskussion.

Gerade in Zeiten eines radikalen Umbruchs stellt sich die Frage wie wir mit Unsicherheiten umgehen können. Darüber wird am 26. August mit Petra Schaper-Rinkel, Vizerektorin für Digitalisierung, Universität Graz, am Podium diskutiert. Ein wichtiger Schlüssel zur Überwindung dieser Krisenerscheinungen bieten laut Hannes Androsch, der Doyen der Technologiegespräche, gerade Technologien. Sie müssen dazu aber richtig einsetzt werden, was wieder ein Thema der Gesellschaft und Politik ist.

Vertrauen in die Wissenschaft

In den Arbeitskreisen geht es besonders auch um das Vertrauen in die Wissenschaft. So etwa am 26. 8 in der Breakout Session „Wem kann man vertrauen? Die Herausforderung, exzellent, relevant und vertrauenswürdig zu sein“ u.a. mit Wissenschaftsminister Martin Polaschek und FWF-Präsident Christof Gattringer, der am selben Tag auch bei der Session „Fact oder Fake: Die Rolle der Forschung im Zeitalter der Post-Wahrheit“ dabei ist, die in Kooperation mit Forschung Austria mit ihrer Präsidentin Gabriele Ambros, Elisabeth Mertl (OFI) und Larissa Krainer (Universität Klagenfurt), stattfindet.

Lab – Week: 27.8. – 2.9.

In dieser sind die Vertiefung und innovative Formate mit mehr Partizipationsmöglichkeiten angesagt! Junge AktivistInnen ausverschiedenen Regionen der Welt berichten über ihre Erfahrungen im Kampf gegen autoritäre Regime. Ehrengast Joseph Borrell (Hoher Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik) diskutiert mit ExpertInnen über die Bewältigung gleichzeitiger Krisen in den Bereichen Klima, Gesundheit und Sicherheit. Joseph Stiglitz (Nobelpreisträger)und Alexander Barkawi (Think Tanker) sowie Johanna Nyman (Leiterin der Alliance of Financial Inclusion) und fünf Zentralbankgouverneure beschäftigen sich mit fairer Finanzpolitik und den Herausforderungen in Zeiten hoher Inflation. Bruno Hofbauer (österreichischer Generalmajor), Martin Selmayr (Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich) und andere Sicherheitsexperten debattieren über die militärischen Fähigkeiten der EU. Jilian C. York (Direktorin der internationalen Meinungsfreiheit-Electronic Frontier Foundation), Gerhard Zeiler (Medienmanager) und Melissa Fleming (UNO-Untergeneralsekretärin) gehen auf Wege und Mittel zur Bekämpfung von Desinformation ein.

Als einer der Höhepunkte der LAB Week II ist die Session „Uneasy Partners?“ geplant. Ivan Krastev (Leiter des Centers für Liberal Strategy), Laura Codruta Kövesi (europäische Generalstaatsanwältin), Alma Zadic (Österreichische Justizministerin) und Michael O’Flaherty (Europäische Organisation für Grundrechte) bringen den Trend des zunehmenden Autoritarismus zur Sprache. Gerald Haug (Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina) und Tara Shirvani (Climate Advisery Group) setzen sich mit Geoengineering auseinander. In „Spieglein, Spieglein an der Wand“ berichten hochkarätige Referenten aus Afrika, Amerika und Asien, wie sie die EU als außenpolitischen Akteur auf der Weltbühne wahrnehmen. In Folge diskutieren Rachel Rizzo (Atlantic Council), Tania Latici (Europäiischer Auswärtiger Dienst) und Mircea Geoana (Stellvertretender Generalssekretär der NATO) über die zukünftigen EU-NATO-Beziehungen. Weitere Highlights stellen Indy Johar (Dark Matter Labs) und US-amerikanische Schriftstellerin Kim Stanley Robinson dar.

Detaillierte Infos zum Programm sowie Tickets finden Sie unter Alpbach.org.!


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