Forschung Bildung
Foto: FWF_Daniel Nowotny
Ziehen an einem Strang (v. l.): FWF-Präsident ­Klement Tockner, BMBWF-Sektionsleiterin Barbara Weitgruber, CDG-Präsident Martin Gerzabek, BMBWF-Fachreferentin Sandra ­Allmayer, FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann. Auch uniko-Präsidentin Sabine Seidler (nicht im Bild) ist Teil des Kooperationsteams.
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HOCHSCHULEN

Neue Karrierewege

Im Rahmen von doc.funds.connect bilden FH und Universitäten erstmals gemeinsam Forschende aus.

Schließen sich Forschende von Fachhochschulen und Universitäten zusammen, um gemeinsam ein exzellentes Forschungsprojekt voranzubringen, werden sie künftig bis zu einem Zeitraum von vier Jahren in vollem Umfang vom Wissenschaftsfonds FWF im Rahmen des neuen Programms doc.funds.connect gefördert. Mit dem neuen Angebot eröffnen sich für Forschende und Institutionen Möglichkeiten einer fruchtbaren Kooperation im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) initiierte Angebot steht gemischten Teams aus beiden Bereichen offen. Der Wissenschaftsfonds FWF startete in Kooperation mit der Christian Doppler Forschungsgesellschaft am 21. September 2020 die erste Ausschreibungsrunde. Das kooperative Doktorat zwischen Universitäten und Fachhochschulen wurde von der österreichischen Bundesregierung bereits im Regierungsprogramm angekündigt, um weitere Synergien in der heimischen Forschungslandschaft zu heben.
 

Exzellenz-Forschung an FH und Unis ausbauen

„Ziel der Bundesregierung ist es, die Forschungszusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten weiter zu intensivieren und exzellente Wissenschaft in beiden Bereichen zu fördern. Das neue Angebot eröffnet Forschenden einen attraktiven Karriereweg und Österreich mehr Chancen, forschungsbasiertes Know-how hervorzubringen“, erklärte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zum Programmstart. Durch die enge Kooperation zwischen Fachhochschulen und Universitäten werden attraktive Bedingungen für die Forschung geschaffen, ist auch FWF-Präsident Klement Tockner überzeugt. Das sei derzeit besonders wichtig: „Mehr denn je ist ein offenes und kreatives Forschungsumfeld gefordert.“ Für uniko-Präsidentin Sabine Seidler bietet das Programm die Chance, „das themenspezifische forschungsseitige Zusammenwachsen von Universität und Fachhochschule durch gemeinsame Doktorandinnen und Doktoranden zu beflügeln, ohne dass die jeweiligen Stärken der Partner aufgegeben werden müssen, und genau darauf kommt es an.“ Die kooperative Doktoratsausbildung durch das Programm doc.funds.connect an Fachhochschulen komme zum richtigen Zeitpunkt, ist FH-Generalsekretär Kurt Koleznik überzeugt: „Wir begrüßen es sehr, dass damit dem wissenschaftlichen Personal inhaltliche Perspektiven und Karrierepfade geboten werden. Dies dient vor allem der Weiterentwicklung der Forschung.“ Auch CDG-Präsident Martin Gerzabek sieht im neuen Programm viel Gutes: „doc.funds.connect ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Fachhochschulen und Universitäten und eine Stärkung der anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft freut sich daher, dieses Programm, das einen Gewinn und eine Stärkung für alle Partnerinstitutionen darstellt, mit begleiten zu können.“ Die Ausschreibung zum doc.funds.connect-Programm läuft noch bis Ende November 2020 über den Wissenschaftsfonds FWF unter Einbeziehung der CDG.


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