Ergänzt werden die Plenarsitzungen durch Workshops, Special Events, eine Ausstellung und Networking-Formate. | © AIT
Wie kann Europa wissenschaftliche Stärke schneller in industrielle Wertschöpfung und technologische Souveränität übersetzen? Diese Frage steht im Zentrum der Technology Talks Austria 2026, die am 10. und 11. September im MuseumsQuartier Wien stattfinden.
Unter dem Leitthema „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future“ diskutieren rund 30 internationale Expert mit Vertreter aus Forschung, Industrie und Politik. Erwartet werden etwa 800 Teilnehmer. Die Konferenz findet unmittelbar nach dem FFG-Forum am 9. September statt.
Europa zwischen Forschung und industrieller Umsetzung
Die Veranstaltung greift die wachsende Bedeutung strategischer Technologien für Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und wirtschaftliche Resilienz auf. In sechs Plenarsitzungen geht es unter anderem um kritische Infrastrukturen, Innovationsökosysteme, industrielle Skalierung und technologische Abhängigkeiten.
„Europa verfügt über exzellente Forschung und starke industrielle Kompetenzen. Entscheidend wird jedoch sein, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in technologische Führungspositionen, industrielle Wertschöpfung und resilientere Systeme übersetzen können“, sagt Andreas Kugi, Vorsitzender des Programm-Komitees und Scientific Director des AIT Austrian Institute of Technology.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Dual-Use-Technologien. Künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Halbleiter, Cybersicherheit, Robotik und Raumfahrt werden zunehmend sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt. Diskutiert werden deshalb neue Prioritäten, Partnerschaften und Rahmenbedingungen für Europas strategische Autonomie.
Finanzierung und Regulierung im Blick
Ein eigenes Panel widmet sich der künftigen europäischen Forschungs- und Innovationspolitik. Im Mittelpunkt stehen das geplante zehnte EU-Forschungsrahmenprogramm und der Europäische Wettbewerbsfonds. Dabei geht es um die Frage, wie Finanzierung, Regulierung und öffentliche Beschaffung besser ineinandergreifen können, damit Forschungsergebnisse schneller den Markt erreichen.
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf nationale Innovationssysteme. Beispiele aus Schweden, den Niederlanden und der Schweiz sollen zeigen, welche politischen Modelle und Förderstrukturen technologische Entwicklung und industrielle Skalierung unterstützen können.
„Die Technology Talks Austria schaffen den Rahmen für einen strategischen Austausch zwischen führenden Köpfen aus Forschung, Industrie und Politik, um zentrale Herausforderungen zu adressieren und gemeinsame Perspektiven für Europas technologische Handlungsfähigkeit zu entwickeln“, erklärt Brigitte Bach, Vorsitzende des Veranstaltungskuratoriums und Sprecherin der Geschäftsführung des AIT.
Tickets ab 250 Euro
Ergänzt werden die Plenarsitzungen durch Workshops, Special Events, eine Ausstellung und Networking-Formate. Reguläre Tickets kosten 250 Euro, Studierende zahlen 125 Euro.
Die Technology Talks Austria werden vom AIT in Kooperation mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und der Industriellenvereinigung veranstaltet.
Weitere Informationen und Tickets:
www.technology-talks-austria.at
Termin:
10. und 11. September 2026
Ort:
MuseumsQuartier Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien
