Die Universität Wien behauptet ihren Platz unter den 100 bestgereihten Hochschulen weltweit. | © Ian Ehm
Die Universität Wien behauptet ihren Platz unter den 100 bestgereihten Hochschulen weltweit. Im aktuellen Times Higher Education World University Ranking 2027 erreicht sie wie im Vorjahr Rang 95. Damit bleibt sie laut Universität die einzige österreichische Hochschule in den Top 100.
Bemerkenswert ist die Platzierung auch angesichts der wachsenden Zahl der bewerteten Hochschulen. Im aktuellen Ranking wurden 2.297 Universitäten berücksichtigt, 105 mehr als im Vorjahr. Die Universität Wien zählt damit weiterhin zu den bestplatzierten vier Prozent.
Besonders hohe Bewertungen erzielt sie bei der internationalen Ausrichtung und der Forschungsqualität. Zu den dafür herangezogenen Kriterien zählen unter anderem der Anteil internationaler Forschender, Studierender und Publikationen sowie hochzitierte wissenschaftliche Arbeiten.
70 Plätze seit 2018 gewonnen
Die aktuelle Position steht am Ende eines mehrjährigen Aufstiegs. 2018 lag die Universität Wien noch auf Rang 165 unter damals 1.103 bewerteten Hochschulen. Bis zum Ranking 2026 verbesserte sie sich damit um 70 Plätze und schaffte erstmals den Sprung unter die Top 100.
Fortschritte verzeichnete die Universität nach eigenen Angaben auch in der Lehre. Dazu hätten unter anderem eine höhere Zahl an Doktoratsabschlüssen und ein verbessertes Betreuungsverhältnis beigetragen. Bei den Industriekooperationen wirkten sich zudem gestiegene Einnahmen aus angewandter Forschung auf die Bewertung aus.
Das THE World University Ranking beurteilt Hochschulen in fünf Bereichen: Lehre, Forschungsumfeld, Forschungsqualität, internationale Ausrichtung und Industriekooperationen. Einbezogen werden dafür unter anderem Publikations- und Zitationsdaten, Reputationsbefragungen, Drittmitteleinnahmen sowie Personal- und Studierendenzahlen.
Rektor fordert Planungssicherheit beim Budget
Rektor Sebastian Schütze verbindet das Abschneiden im internationalen Vergleich mit einer Forderung nach einer längerfristigen finanziellen Absicherung der Universitäten.
„Dieser erneute Erfolg ist das Resultat einer langjährigen, strategischen Ausrichtung und ein starkes Signal für den gesamten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort in Österreich“, sagt Schütze. Gleichzeitig warnt er mit Blick auf die Finanzierung: „Was lange und erfolgreich aufgebaut wurde, kann allerdings durch Budgetkürzungen rasch wieder unerreichbar werden.“
Die Universität verweist dabei auch auf die Hochschulstrategie der Bundesregierung, die eine internationale Positionierung österreichischer Hochschulen vorsieht. Aus Sicht Schützes brauche es entsprechende Planungssicherheit beim Universitätsbudget, um das erreichte Niveau langfristig halten zu können.
