Alle erfolgreichen Teams wurden im Rahmen der ZAT-Programme intensiv begleitet. | © MPC2
Die vom Zentrum für Angewandte Technologie (ZAT Leoben) betreuten Startups und Spin-offs haben im Jahr 2025 mehr als 4,8 Millionen Euro an Förderungen und privatem Kapital nach Leoben geholt. Die Erfolge unterstreichen das Innovationspotenzial der Obersteiermark und die Rolle des Inkubators der Montanuniversität Leoben und der Stadt Leoben als zentraler Impulsgeber für technologieorientierte Gründungen.
Der Fokus der unterstützten Projekte liegt auf Zukunftstechnologien in den Bereichen Hightech, neue Materialien, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die entwickelten Lösungen adressieren sowohl industrielle Herausforderungen als auch gesellschaftliche Fragestellungen.
Millioneninvestment für Fiber Elements
Ein besonderer Meilenstein gelang dem ZAT-Startup Fiber Elements, das eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,6 Millionen Euro abschließen konnte. Mit dem Kapital will das Team die automatisierte Produktion von Basaltfaserkomponenten skalieren. Ziel ist es, Stahl in der Bauindustrie durch mineralische Verbundstoffe zu ersetzen, die leichter, belastbarer und deutlich CO₂-ärmer sind. Die Finanzierungsrunde wurde von LEA Partners und dem Amadeus APEX Technology Fund angeführt.
Öffentliche Förderungen für vier weitere Teams
Zusätzlich zum privaten Investment konnten vier weitere am ZAT betreute Teams insgesamt 2,2 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln lukrieren. Unterstützt wurden MPC2, ACR Materials, Polydecypher und Cairos. Die Förderungen stammen aus Programmen von FFG, AWS und SFG und decken ein breites Technologiespektrum ab – von spezialisierter Prüftechnologie für metallische Werkstoffe über Deep-Tech-Ansätze bis hin zu KI-basierter Datenanalyse.
ZAT Leoben als Inkubator und Standortmotor
Alle erfolgreichen Teams wurden im Rahmen der ZAT-Programme intensiv begleitet, insbesondere bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle sowie beim Einwerben von Förderungen und Investitionen. Als Green Startup Center Leoben ist das ZAT Teil der Green Startupmark, die sich auf nachhaltige Hightech-Gründungen spezialisiert hat.
Ein weiteres Signal für die Innovationskraft aus dem universitären Umfeld setzte ACR Materials, das den ersten Platz beim Ideenwettbewerb MUL:idea belegte und beim i2B – Businessplanwettbewerb mit dem GreenTech Special Award 2025 ausgezeichnet wurde.
Stimmen aus Wissenschaft und Politik
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Peter Moser, Rektor der Montanuniversität Leoben, betont: „Die aktuellen Erfolge der am ZAT betreuten Startups zeigen eindrucksvoll, wie stark der Transfer von Wissen, Forschung und Innovation an der Montanuniversität Leoben in die Praxis funktioniert. Dass über 4.8 Millionen Euro an Förderungen und Investments in so kurzer Zeit nach Leoben geholt wurden, ist nicht nur ein großer Erfolg für die beteiligten Gründerteams, sondern auch ein starkes Signal für den Standort Obersteiermark.
Wir sehen einmal mehr, wie wichtig Strukturen wie das ZAT und Kooperationen wie die Green Startupmark sind, um unternehmerisches Denken im universitären Umfeld zu fördern. Unsere Aufgabe als Universität ist es, den Gründergeist unserer Studierenden und Forschenden aktiv zu unterstützen – mit Know-how, Infrastruktur und vor allem mit dem nötigen Freiraum für innovative Ideen.“
Auch Landesrat Dipl.-Ing. Willibald Ehrenhöfer hebt die regionale Bedeutung hervor: „Die Obersteiermark hat sich zu einem echten Hotspot für innovative Gründungen entwickelt. Dass junge Startups aus Leoben innerhalb weniger Monate über 4.8 Millionen Euro an Förderungen und Investments lukrieren konnten, ist ein starkes Zeichen für die Innovationskraft dieser Region – und auch für die hervorragende Arbeit, die am ZAT Leoben geleistet wird.
Es braucht genau diese mutigen Gründerinnen und Gründer, die mit frischen Ideen, Technologieverständnis und Nachhaltigkeitsfokus die Zukunft unserer Wirtschaft gestalten. Als Land Steiermark setzen wir alles daran, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern – insbesondere im ländlichen Raum. Denn Innovation darf nicht an Stadtgrenzen enden, sie muss überall dort entstehen können, wo Know-how, Forschung und Unternehmergeist zusammentreffen. Die Obersteiermark zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann.“
