Für dieses Jahr plant AI:AT eine weitere Skalierung des Angebots. | © AI Factory Austria
Die AI Factory Austria (AI:AT) treibt den Aufbau von KI-Kompetenzen in Europa voran – und stößt dabei auf wachsende Nachfrage. In den ersten neun Monaten seit Start des Trainingsprogramms wurden 42 Formate mit insgesamt 1.635 Teilnehmer:innen aus 32 Ländern durchgeführt.
Der Fokus liegt klar auf praxisnaher Qualifizierung: Mehr als die Hälfte der Angebote sind Hands-on-Trainings, in denen Teilnehmende KI-Anwendungen direkt umsetzen.
Praxisnähe als entscheidender Erfolgsfaktor
Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Forschung und öffentliche Verwaltung und verbindet Schulungen mit Zugang zu High-Performance-Computing-Infrastruktur. Besonders gefragt sind Formate, die Theorie und Anwendung kombinieren.
Claudia Blaas-Schenner, Leiterin des Learning Centers, sieht darin den Schlüssel zum Erfolg: „Unser Ziel ist es, die rasanten aktuellen KI-Entwicklungen in praktisch anwendbares Fachwissen […] zu übersetzen.“
Die hohe Nachfrage bestätigt diesen Ansatz: Reihen wie „Foundations of LLM Mastery“ oder „Trustworthy AI“ zählen zu den meistbesuchten Formaten.
Wirtschaft entdeckt KI-Qualifizierung
Zunehmend erreicht das Programm auch Unternehmen: 505 Teilnehmende kamen aus dem kommerziellen Bereich, ihr Anteil stieg innerhalb weniger Monate deutlich an.
Damit entwickelt sich das Trainingsangebot zu einem Instrument, um KI schneller in die Praxis zu bringen.
„Damit aus Know-how konkrete Anwendung wird, müssen Qualifizierung, praktische Umsetzung und souveräne Infrastruktur zusammenspielen“, betont AI:AT-Co-Lead Markus Stöhr.
Brücke zwischen Forschung und Anwendung
Die AI Factory Austria versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Ein breites Konsortium aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen soll den Transfer beschleunigen.
Für Andreas Kugi, Scientific Director des AIT, ist dieser Ansatz zentral: „Entscheidend ist, dass Organisationen […] in die Lage versetzt werden, KI unter realen Bedingungen zu erproben.“
Auch aus universitärer Sicht wird der Schulterschluss als Standortfaktor bewertet. Nikolaus Hautsch, Vizerektor der Universität Wien, spricht von einem notwendigen Zusammenspiel von „Forschung, Ausbildung und praktischer Anwendung“.
Ausbau für 2026 geplant
Für das kommende Jahr plant AI:AT eine weitere Skalierung des Angebots. Neben zusätzlichen Hands-on-Trainings sollen vor allem Self-Learning-Formate ausgebaut und Qualitätsstandards weiterentwickelt werden.
Ziel bleibt, den Zugang zu KI-Technologien zu erleichtern und gleichzeitig europäische Anforderungen an Datensouveränität und vertrauenswürdige Systeme zu stärken.
