AIT-Wandarbeit. v.l.n.r. Alexander Svejkovsky, Brigitte Bach, Chiara de Eccher, Andreas Kugi, Klaus Speidel | © AIT, eSeL
Das AIT Austrian Institute of Technology will künstlerische Perspektiven stärker in Forschung und Innovation integrieren. Mit der neuen Initiative „artloop“, die heute, am UN-Welttag der Kreativität und Innovation, vorgestellt wurde, baut das Institut seine Aktivitäten an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft aus.
Das Programm knüpft an bisherige Formate wie das Artist-in-Residence-Programm ARTTEC an, geht jedoch einen Schritt weiter: Kunst soll nicht mehr nur begleiten, sondern aktiv Teil von Forschungsprozessen werden.
Kunst als Impulsgeber für Innovation
Im Zentrum von „artloop“ steht die Idee eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses von Kunst und Wissenschaft. Künstlerische Ansätze sollen helfen, technologische Fragestellungen aus neuen Perspektiven zu betrachten und weiterzudenken.
Klaus Speidel, Kurator des Programms, betont den Mehrwert dieser Zusammenarbeit: „Wenn sie zusammenarbeiten, werden Probleme umfassender betrachtet und beschrieben, sodass letztlich bessere Innovationen und Lösungen für die Menschen entstehen.“
Auch AIT-Scientific Director Andreas Kugi sieht darin einen strategischen Ansatz: „Mit unserem Programm artloop nutzen wir Kunst als Impulsgeberin, um Forschung aus neuen Perspektiven zu betrachten.“
Plattform für Austausch im Institut
Neben der inhaltlichen Arbeit versteht sich „artloop“ auch als interne Plattform. Ziel ist es, den Austausch zwischen verschiedenen Forschungsbereichen sowie zwischen Forschung und Kommunikation zu stärken.
Workshops, Ausstellungen und neue Kommunikationsformate sollen dazu beitragen, die Vielfalt der Themen im Haus sichtbarer zu machen und neue Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.
Brücke zur Öffentlichkeit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung komplexer Themen. Gerade bei Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Dekarbonisierung soll Kunst helfen, Inhalte verständlicher und zugänglicher zu machen.
Für AIT-Geschäftsführerin Brigitte Bach ist das auch eine Frage der Kommunikationsstrategie: „Durch die Perspektiven der Kunst können wir komplexe Fragestellungen auf besondere Weise vermitteln.“
Strategische Verankerung geplant
Mit „artloop“ positioniert sich das AIT stärker als Akteur an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Kultur. Das Programm soll künftig weiter ausgebaut und international vernetzt werden.
Ziel ist es, Innovation nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich zu denken – und damit neue Impulse für Forschung und Industrie zu setzen.
