Die Vertreter:innen des Advisory Boards des AlpenKlimaGipfels: Universitätsprofessor Ralf Roth und Glaziologin Andrea Fischer. | © Tiroler Zugspitz Arena / Oss
Der Alpenraum steht unter wachsendem Anpassungsdruck durch den Klimawandel. Beim dritten AlpenKlimaGipfel am 23. und 24. Juni auf der Zugspitze wollen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Tourismus und Landwirtschaft deshalb vor allem über konkrete Lösungen sprechen. Das diesjährige Motto lautet: „Tu es! Wie wir den Wandel durch Handeln wirksam gestalten“.
Fokus auf Klimaanpassung im Alpenraum
Steigende Temperaturen, sinkende Schneesicherheit und häufigere Extremwetterereignisse verändern die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft in den Alpen. Vor diesem Hintergrund setzt der AlpenKlimaGipfel 2026 bewusst auf die Umsetzung von Maßnahmen statt auf reine Problembeschreibungen.
Zum Auftakt diskutieren Expertinnen und Experten aus Klimaforschung und Praxis darüber, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Strategien für Risikomanagement und Anpassung übersetzt werden können. Mit dabei sind unter anderem Marc Zebisch (Eurac Research), Marc Olefs (GeoSphere Austria), Michael Lehning (SLF/ETH Lausanne) und Trendforscherin Anja Kirig.
Energie, Tourismus und Landwirtschaft im Wandel
Weitere Schwerpunkte des Gipfels sind die Energieversorgung, die Zukunft des alpinen Tourismus sowie die Anpassung der Landwirtschaft an veränderte Klimabedingungen.
In einem Livestream der Tiroler Tageszeitung diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Umweltorganisationen über Energiesouveränität als Standort- und Sicherheitsfrage. Zudem befassen sich mehrere Panels mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Wintersport, Großveranstaltungen und touristische Infrastruktur.
Auch die Rolle von Kommunikation gewinnt angesichts zunehmender Desinformation an Bedeutung. Expertinnen und Experten diskutieren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich vermittelt und gesellschaftliche Akzeptanz für Veränderungen geschaffen werden können.
Neuer Preis für nachhaltige Projekte
Erstmals wird beim Gipfel auch der Alps Future Award vergeben. Die Auszeichnung wurde vom Tourismusnetzwerk AlpNet und der Lebensraum Tirol Gruppe initiiert und würdigt Projekte, die Nachhaltigkeit, Innovation und gesellschaftliche Wirkung im Alpenraum verbinden.
Eine unabhängige Jury unter Leitung von Hubert Siller (MCI Tourismus) kürt die Gewinner in den Kategorien „Lebensraum Tirol“ und „Tourismus“. Die Preisverleihung erfolgt durch Tirols Landeshauptmann Anton Mattle gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiatoren.
Plattform für Austausch und Vernetzung
Mit dem AlpenKlimaGipfel soll die Zugspitze erneut zum Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger werden, die Lösungen für die Zukunft des Alpenraums entwickeln. Neben Fachvorträgen und Diskussionen stehen dabei vor allem der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie die Umsetzung konkreter Projekte im Mittelpunkt.
