Mit dem Pavillon beteiligt sich Baumit am STRABAG Reallabor – Nachhaltiges Bauen in Wien-Liesing. | © Baumit
Mit einem neuen Ausstellungspavillon im STRABAG Reallabor – Nachhaltiges Bauen in Wien demonstriert Baumit das Potenzial des 3D-Betondrucks für ressourcenschonendes Bauen. Der sogenannte BauMinator® Pavillon zeigt, wie sich Beton gezielt dort einsetzen lässt, wo er statisch erforderlich ist. Dadurch können Bauteile bei gleicher Tragfähigkeit um bis zu 40 Prozent leichter ausgeführt werden.
Der Pavillon verbindet Wand, Stütze und Decke in einer durchgängigen Formensprache und veranschaulicht den Einsatz digitaler Fertigungstechnologien im Bauwesen.
Material sparen durch optimierte Geometrie
Kernstück des Projekts ist das gewichtsreduzierte BauMinator®-Deckensystem. Durch gezielte Materialeinsparungen sinken sowohl der Beton- als auch der Bewehrungsbedarf, ohne die Tragfähigkeit zu beeinträchtigen. Gleichzeitig ermöglicht die optimierte Geometrie größere Spannweiten bei gleichbleibender Bauteildicke.
„Mit dem BauMinator® entwickeln wir Bauteile vom digitalen Entwurf bis zur realen Anwendung weiter. Der Pavillon zeigt, wie 3D-Betondruck Material gezielt einsetzt, Tragfähigkeit unterstützt und gleichzeitig neue Gestaltungsspielräume eröffnet“, sagt Robert Schmid, F&E BauMinator bei der Baumit Group.
Für den rund 14 Quadratmeter großen Pavillon wurden 34 individuell gefertigte Bauteile aus insgesamt 1.200 Kilogramm Printbeton produziert. Die reine Druckzeit betrug vier Stunden.
Rückbaubar und wiederverwendbar
Der Pavillon wurde ohne Füllbeton errichtet und ist dadurch vollständig rückbaubar. Zudem zeigt das Bauwerk, dass 3D-gedruckte Elemente auch segmentweise gefertigt und vor Ort montiert werden können – ein Vorteil insbesondere bei Sanierungen und beengten Baustellen.
Bereits während des Druckprozesses integrierte, patentierte Seilbewehrungen veranschaulichen außerdem das Zusammenspiel von additiver Fertigung und moderner Bewehrungstechnik.
Erste Anwendungen bereits im Einsatz
Das BauMinator®-Deckensystem kommt bereits bei realen Bauprojekten zum Einsatz. So wurden bei einem Wohnbauprojekt der Salzburg Wohnbau in der Salzstadlstraße 3D-gedruckte Aussparungskörper für rund 800 Quadratmeter Deckenfläche verwendet. Ziel ist es, Material einzusparen und gleichzeitig recyclingfreundliche sowie rückbaubare Konstruktionen zu ermöglichen.
Reallabor als Testfeld für nachhaltiges Bauen
Mit dem Pavillon beteiligt sich Baumit am STRABAG Reallabor – Nachhaltiges Bauen in Wien-Liesing. Dort werden neue Baustoffe und Bauverfahren unter realen Bedingungen getestet und für Fachpublikum sowie interessierte Besucher zugänglich gemacht.
„Der BauMinator® Pavillon zeigt, wie digitale Planung und materialeffiziente Konstruktionen zusammenwirken können. Genau solche Lösungen wollen wir im Reallabor – Nachhaltiges Bauen sichtbar machen und diskutieren“, sagt Herwig Sumetzberger, Direktionsleiter RC Nachhaltige Baustoffe-neue Materialien der STRABAG AG.
