Mit dem neuen Format will das Museum seine Rolle als Vermittler zwischen Technik, Forschung und Öffentlichkeit erweitern. | © Technisches Museum Wien/APA-Fotoservice/Heinz Tesarek
Das Technische Museum Wien (TMW) hat mit dem „Innovation Circle“ ein neues Netzwerk ins Leben gerufen, das den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft stärken soll. Bei der Auftaktveranstaltung am 18. Juni kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und dem Bildungsbereich zusammen, um über die Rolle von Innovationen und Wissenschaftskommunikation zu diskutieren.
Plattform für Austausch und Zukunftsideen
Mit dem neuen Format will das Museum seine Rolle als Vermittler zwischen Technik, Forschung und Öffentlichkeit erweitern. Im Mittelpunkt stehen künftig neue Bildungs- und Veranstaltungsformate, die technologische Entwicklungen verständlich machen und insbesondere junge Menschen für Wissenschaft und Technik begeistern sollen.
„Die Mitglieder des Innovation Circle verbindet die Leidenschaft für technische Innovation und Forschung“, sagt TMW-Generaldirektor Peter Aufreiter. Ziel sei es, „einen direkten, nachhaltigen Austausch von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu etablieren“, um Innovationspotenziale sichtbar zu machen und zu fördern.
Wissenschaft verständlich vermitteln
Neben Einblicken in die Arbeit des Museums stand bei der Auftaktveranstaltung die Frage im Zentrum, wie wissenschaftliche Erkenntnisse besser in die Gesellschaft getragen werden können. Eine Keynote hielt die Quantenphysikerin und „Wissenschafterin des Jahres 2025“ Francesca Ferlaino.
Für Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien und Gründungsmitglied des Netzwerks, wird die Fähigkeit zur Innovation künftig noch wichtiger. „In Zeiten des Wandels ist die Bereitschaft, immer wieder Neuland zu betreten, unverzichtbar“, betont er. Die Zukunft werde maßgeblich durch Innovationen an der Schnittstelle von Mensch und Maschine geprägt.
Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft
Auch Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria und Gründungsmitglied des Innovation Circle, sieht im Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren einen zentralen Erfolgsfaktor. „Innovation entsteht nicht im Alleingang. Sie braucht Exzellenz, offene Zugänge und echten Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt sie.
Der Innovation Circle soll künftig regelmäßig stattfinden und als Plattform für Vernetzung, Wissenstransfer und die Entwicklung neuer Zukunftsformate dienen. Die nächste Veranstaltung befindet sich bereits in Vorbereitung.
