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Eine Nacht für die Wissenschaft

Austria Innovativ
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Austria Innovativ besuchte die Lange Nacht der Forschung

In der „Langen nach der Forschung“ am Freitag, dem 20. Mai, fand mit rund 2.500 Programmpunkten an 280 Standorten und vielen tausenden Besucher*innen in Österreich das größte Event zur Wissenschaftsvermittlung im deutschsprachigen Raum statt. Es wird vor allem als ein wichtiges Instrument gesehen, um zu zeigen, was Forschung und Wissenschaft kann – und will somit besonders den hierzulande grassierenden Wissenschaftsskeptizismus durch Aufklärung zu begegnen. Bekanntlich liegt in Österreich das Vertrauen in die Wissenschaft, was jüngst die Eurobarometer-Studie bestätigt hat, ganz unten.

Austria Innovativ war bei der Langen Nacht der Forschung dabei und besuchte die Eröffnung der Veranstaltung in Wien am Standort „Cape 10 – Haus der Zukunft und sozialen Innovation“ gleich beim Wiener Hauptbahnhof. Hier ging es um die gemeinsame Gestaltung einer grüneren Zukunft. Zur Eröffnung kam Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die betonte, wie wichtige neue Ideen und innovative, wirksame Lösungen sind, um die Klimakrise zu meistern. Und wie wichtig es sei, all dies auch für alle erlebbar zu machen.

Ausgestellt haben Forschungskooperationspartner*innen des BMK. Gezeigt wurde unter anderem, was die Weltraumforschung samt ihrer Satellitenerdbeobachtung zum Klimaschutz beitragen kann. Die Wiener Linien präsentierten umweltfreundliche Antriebstechnologien. Das AIT- Austrian Institute of Technology machte mit einem Partizipationsspiel und Virtual Reality erlebbar, wie wir gemeinsam die Stadt der Zukunft gestalten können und demonstrierte sehr einfach und anschaulich, wie Geothermie für nachhaltiges Heizen genutzt werden kann und somit große Mengen fossiler Energie dank der Wärme aus den Tiefen der Erde ersetzt. Der Compexity Sience Hub machte erlebbar, wie die schon vorhandenen riesigen Datenmengen bei der grünen Energiewende helfen können.

Von der FFG, der Universität für Bodenkultur, der Caritas Wien mit ihren Food Stories, der Österreichische Computergesellschaft, dem TU Wien Space Team, der BMK IG Weltraum sowie der GrünStattGrau Forschungs- und Innovations GmbH mit ihren Stadtbegrünungslösungen für eine kühlere Stadt waren zahlreiche Größen der Forschungsgemeinschaft mit vielen Beispielen und Experimenten zugegen. Vertreten waren auch Start-ups, die etwa die Ernährungszukunft zum Verkostung anboten: Revo Lachs mit pflanzlichen Räucherlachs oder Zirp mit Insektennaschereien.

Nicht weit entfernt im Stadtzentrum, in der Aula der Wissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am neuen Campus, präsentierte das Wissenschaftsministerium mit 40 Stationen zum Mitmachen und Staunen, was Wissenschaft leisten kann. Wann kann man schon mit einer VR-Brille in einen gigantischen Teilchenbeschleuniger einsteigen, um eine Partikelkollision quasi live zu erleben? Ein Höhepunkt war natürlich die Show von Science Buster Martin Moder, der abstrakte, nicht immer leicht verständliche Wissenschaft auch noch mit Humor geschmückt gut verdaubar macht.

In ganz Österreich wurde in dieser Nacht gezeigt, was Wissenschaft und Forschung wirklich ist, und wie wichtig sie für unsere Gesellschaft ist.

Wissenschaftsminister Martin Polaschek will jedenfalls mit zahlreichen Maßnahmen versuchen, vielen Österreicher*innen die Angst vor der „unverständlichen“ Forschung und Wissenschaft zu nehmen. Dazu dient die Lange Nacht der Forschung wie auch zahlreiche weitere langfristige Maßnahmen. Um genau das richtige Publikum mit den richtigen Inhalten zu erreichen, werden nun sozialwissenschaftliche Studien durchgeführt. Eine konkrete Maßnahme sind etwa Wissenschaftsbotschafter*innen. Da sollen Forschende, die gut erklären können, die Arbeitsweise und den Nutzen von Wissenschaft in den Schulen anschaulich darstellen. Laut Minister Polaschek, sind aber noch viele Maßnahmen in vielen Bevölkerungsschichten erforderlich, um dem Wissenschaftsskeptizismus zu begegnen.

Hier sollte Österreich Portugal werden. Das einstige Sorgenkind der EU hat sich in Sachen Wissenschaft und Forschung zum Musterland entwickelt.


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