Dachflächenbegrünung auf dem Dach des C-Trakts der Univ.-Klinik für Chirurgie des Uniklinikum Graz. | ©LKH-Univ. Klinikum Graz
Das LKH-Univ. Klinikum Graz ist mit dem Österreichischen Staatspreis für Klimawandelanpassung (CliA) ausgezeichnet worden. Prämiert wurde ein großflächiges Begrünungsprojekt, das ökologische Maßnahmen mit dem laufenden Klinikbetrieb verbindet – und damit als Modell für das Gesundheitswesen gilt.
9.000 Quadratmeter gegen Hitze und Starkregen
Im Zentrum steht das Projekt „9.000 m² für Klima, Wasser & Leben“. Dabei wurden Dachflächen systematisch begrünt und funktional weiterentwickelt. Ziel ist es, den Auswirkungen des Klimawandels – insbesondere Hitzeperioden und Starkregen – gezielt entgegenzuwirken.
Zu den Effekten zählen die Reduktion von Hitzeinseln, die Speicherung von Regenwasser sowie die Förderung der Biodiversität. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Aufenthalts- und Erholungsräume für Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeitende.
Integration in den Klinikbetrieb
Ein wesentliches Kriterium für die Auszeichnung war die Übertragbarkeit des Konzepts. Das Projekt lässt sich in bestehende Strukturen integrieren und verbindet technische, ökologische und organisatorische Maßnahmen.
„Das Projekt verknüpft ökologische, technische und organisatorische Innovation […] und dient als übertragbares Modell“, heißt es in der Begründung der Jury.
Christian Sixt, Leiter des Bereichs Technik am Klinikum, sieht die Auszeichnung als Bestätigung: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine Bestätigung der Arbeit unseres Teams […]“.
Beitrag zur langfristigen Klimastrategie
Neben den begrünten Dachflächen tragen auch bestehende Grünräume zur Klimastrategie des Standorts bei. Dazu zählt unter anderem ein rund 30 Hektar großer klinikeigener Wald.
Mit der Kombination aus baulichen Maßnahmen und Grünflächen soll das Klinikum langfristig widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen werden.
Staatspreis als Signal für andere Einrichtungen
Der Staatspreis für Klimawandelanpassung wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds vergeben und fachlich vom Umweltbundesamt begleitet.
Die ausgezeichneten Projekte sollen als Best-Practice-Beispiele dienen und andere Organisationen dazu anregen, eigene Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen.
