Ein Großteil der neuen Anlagen entsteht entlang der U2-Linie. | © Wiener Linien/Max Doeringer
Wien setzt den Ausbau von Photovoltaik im öffentlichen Verkehr fort: Wien Energie und Wiener Linien errichten 2026 an 15 weiteren Standorten Solaranlagen auf Dächern von U-Bahn-Stationen und Betriebsgebäuden. Damit wächst das Netzwerk bis Jahresende auf insgesamt 44 Anlagen.
Der Ausbau markiert einen neuen Höchstwert innerhalb der seit 2020 laufenden Kooperation. Künftig sollen die Anlagen jährlich bis zu 7,7 Millionen Kilowattstunden Strom liefern – genug, um einen Teil des Energiebedarfs der Wiener Öffis direkt vor Ort zu decken.
Fokus auf U2-Ausbau
Ein Großteil der neuen Anlagen entsteht entlang der U2-Linie. Zehn der 15 Projekte werden dort umgesetzt, vor allem wegen geeigneter, zusammenhängender Dachflächen. Nach Abschluss des Ausbaus wird rund die Hälfte der U2-Stationen mit Photovoltaik ausgestattet sein.
Der erzeugte Strom wird vor allem für Infrastruktur wie Beleuchtung, Rolltreppen und Betriebstechnik genutzt. Zunehmend fließt er auch direkt in den Fahrbetrieb ein.
Deutlicher Leistungssprung
Mit den neuen Anlagen steigert Wien Energie die Photovoltaikleistung auf den Dächern der Wiener Linien um etwa ein Drittel. Die Initiative ist Teil der städtischen Sonnenstrom-Offensive, die den Ausbau erneuerbarer Energie in Wien beschleunigen soll.
Die bisherigen Fortschritte zeigen Tempo: Das Zwischenziel von 250 Megawatt installierter Leistung in Wien wurde bereits 2025 deutlich früher als geplant erreicht. Bis 2030 sollen insgesamt 800 Megawatt auf Wiener Dächern installiert sein.
Öffis als Energieproduzenten
Die Nutzung bestehender Infrastruktur für Energiegewinnung gilt als zentraler Hebel für die Energiewende im urbanen Raum. Mit dem Ausbau auf Verkehrsbauten verbinden Wien Energie und Wiener Linien Mobilität und Energieversorgung zunehmend.
